SEO für Werbevideos

Kleine Videos auf Videoportalen veröffentlicht, haben sich als wirksame Werbeträger für kleines Geld bewährt. Wie eine Website auch, müssen diese Videos jedoch von den potentiellen Kunden gefunden werden. Daher sollte man sie nicht nur einfach auf den verschiedenen Video-Plattformen einstellen, sondern auch so optimieren, dass sie sowohl von den eingebauten Suchmaschinen der Plattformen, als auch von den Video-Suchfunktionen von Suchmaschinen wie Google oder Altavista eine möglichst hohe Relevanz zu den gewünschten Suchbegriffen beigemessen bekommt.

Gedanken über Suchbegriffe machen
Platziert man seine Videos in unterschiedlichen Sprachen, benötigt man natürlich für jede davon die richtigen Suchbegriffe. Google etwa kann zwar übersetzen, wird aber immer die Seiten bevorzugen, auf denen der/die Suchbegriff(e) in der Sprache auftauchen, in der sie eingeben wurden. Wichtig ist es auch, die Begriffe zu verwenden, die in der Zielsprache tatsächlich verwendet werden. Aber auch beim Werben in der eigenen Sprache, sollte man wissen, welche Wörter von der Zielgruppe für den zu bewerbenden Gegenstand verwendet werden: Zigarettenpapierchen etwa werden von seriöseren Leuten als „Blättchen“ bezeichnet, von flippigeren aber eher als „Papers“. In der Schweiz wird ein Fahrrad als „Velo“ bezeichnet und in Österreich ist ein Tabak- , Schreibwaren und Zeitschriftenladen eine „Trafik“.

Die Besonderheiten des Video-SEO
Beim Video-SEO hat man das Problem, dass der Inhalt eines Videos ja nicht von der Suchmaschine erfasst wird. Das klassische On-Site-SEO mit der richtigen Verteilung der Schlüsselworte im Text greift hier also nur hinsichtlich der Beschreibung des Videos.

Die Schlüsselworte lassen sich aber auch noch an anderen Stellen unterbringen. Zunächst wäre da natürlich der Dateiname. Der sollte nicht „video12_17.avi“ oder ähnlich heißen sondern zum Beispiel „reinigen_pool_buerste.avi“, wenn man etwa Leute anziehen will, die einen Swimmingpool reinigen möchten und in dem Video gezeigt wird, wie man das mit der Super-Universalbürste bewerkstelligen kann, die man bewirbt. How-to-Videos gelten übrigens als sehr beliebt; man sollte sie daher unbedingt erwägen, wenn man ein Produkt bewirbt, mit dem man Dinge tun kann und sich überlegt, was in den Videos zu sehen sein soll.

Außer im Dateinamen sollte man die gewünschten Schlüsselworte in folgenden Elemente verwenden:

• Titel
• Tags
• URL
• Linktext

Da die On-Site-SEO-Maßnahmen etwas beschränkt sind, kommt natürlich dem Off-Site-SEO besondere Bedeutung zu. Wie bei Texten ist es wichtig, dass Links von möglichst hoch rankenden und themenrelevanten Seiten auf das Video zeigen. Auch sollte man seine Videos untereinander verlinken. Mehrere Videos sind sowie besser als nur ein einziges, denn jeder Clip hat ja seine eigenen Chancen gefunden zu werden, so wie auch auf einem Blog die Anzahl der Hits nicht zuletzt von der Anzahl der Postings abhängt, die darauf zu finden sind. Wenn man mit dem zu bewerbenden Produkt verschiedene Dinge tun kann, ist natürlich nahe liegend dafür jeweils ein eigenes How-to-Video zu machen.

Ansonsten promotet man sein Video so, wie man auch Texte promotet: Man setzt Links auf themenrelevante Websites, etwa auf dem Wege des Linktauschs. Natürlich verlinkt man seine Videos auf dem eigene Blog und wem es nichts ausmacht, wie in Deutschland leider üblich, dann und wann als Spammer angepöbelt zu werden, kann auch in Blog-Kommentaren und Forenbeiträgen darauf hinweisen. Leider ist in Deutschland der Grundsatz des Web 2.0 – Content gegen Backlink – noch lange nicht überall verstanden worden und so mancher, der es wagte, mit einem Forenbeitrag auf eigenen Web-Content – selbst wenn der noch nicht mal werblichen Charakter hatte – hinzuweisen, hat schon den Zorn selbst ernannter Web-Hilfssheriffs erfahren.

Und selbstverständlich promotet man auch auf Facebook und Twitter. Vor allem auf letzterem kann man auf seine Videos (und anderen Content natürlich auch) immer wieder einmal erneut hinweisen.

Die YouTube-Suchmaschine
Wenn auch YouTube nicht überall auf der Welt das Maß aller (Video-)Dinge ist, so ist diese Plattform doch für Europa sehr wichtig. Und da nach Videos auf YouTube auch sehr viel mit der YouTube-eigenen Suchmaschine gesucht wird, ist es kein Fehler, zu wissen, wie diese in etwa tickt.

Wichtig bei YouTube sind zunächst einmal der Titel, die Beschreibung und die Tags. Hier sollte man natürlich auf jeden Fall die gewünschten Schlüsselwörter unterbringen. YouTube achtet aber auch auf die Anzahl der Views und das Rating. Die beiden letzten Kriterien bilden zusammen ein zweischneidiges Schwert: Zum Einen bringt ein no-follow-getagter Link in einem Forenbeitrag oder einem Blog-Kommentar nicht nur einmalige Pageviews, sondern eine bessere Bewertung durch YouTube. Zum anderen kann aber das Rating diesen Vorteil – zumindest theoretisch – zunichte machen: Wenn sich etwa eine Menge Leute über einen Link in einem Forum ärgern und zur Strafe dem Video ein „Mag ich nicht“ verpassen, hat man sich selbst einen Bärendienst geleistet. Bedeutung bekommt dieses Kriterium aber auch, wenn man in der YouTube-Community möglichst viele gute Freunde hat, die einem ein „Daumen rauf“ spendieren. Es lohnt sich also, sich eine Art Fan-Club heranzuziehen und diesen zu pflegen.

 

 

 

4 Kommentare

  1. Heutzutage scheint man ohne youtube Videos gar nicht mehr auszukommen. So wie ich das alles angelesen habe sind diese Videos wohl ein grosser Traffic Lieferant. Wie soll man allerdings vorgehen, wenn die eigene Webseite aus thematischen Gründen wenig Platz für Videos lässt?

  2. Ja, youtube ist heutzutage ein sehr starkes Gewicht in der Waage des Internets (um dies mal poethisch auszudrücken). Ich denke, du solltest jedoch keine Videos einfügen, wenn es thematisch nicht passt. Lieber den aktuellen Lesern einen Mehrwert bieten und durch Mundpropaganda voran kommen, also neue Leser kurzfristig zu gewinnen und die Stammleser zu vergraulen.

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